Eigenbauprojekt FreeNAS – Hardware

Schwer ist natürlich, welche Hardware man für FreeNAS nimmt. Festplatten sind klar, da nehme ich alle 3  mit 2 TB die ich hier schon in Verwendung habe. Da ich aber eigentlich 4 Platten in dem NAS haben möchte, kam noch eine von Western Digital mit 3 TB aus  der RED-Serie dazu (WD30EFRX).

nicht wundern, die unteren 3 Festplatten sind schon länger verbaut, deswegen etwas staubig
nicht wundern, die unteren 3 Festplatten sind schon länger verbaut, deswegen etwas staubig

Gut, Speicherplatz haben wir erschlagen. Was brauchen wir noch? Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher und Netzteil. Systemplatte? Nein, FreeNAS wird bei mir von einem USB-Stick gestartet.
Welche Anforderungen habe ich an die restliche Hardware? Leise, energiesparend, platzsparend. In meiner Sophos UTM Home habe ich ja schon ein Mainboard mit integriertem, passiv gekühlten Prozessor verbaut. Die Idee gefällt mir auch hierfür ziemlich gut. Jedoch ist mir die Dual-Core-CPU etwas zu schwach dafür, ich weiß nicht, ob das für ein NAS, das mehrere Terabyte verwalten soll, ausreicht. Also habe ich recherchiert, welche Hardware sich hierfür anbietet. Gelandet bin ich auf einem deutschsprachigen Technikblog, dem Technikaffe, auf dem es ein Tutorial zum Zusammebau und zur Einrichtung gibt, mit Kaufvorschlag – klick. Diesem Tutorial bin ich schlussendlich auch gefolgt, jedoch habe ich die Hardware für meine Wünsche etwas abgewandelt.

Die Vorschläge von Technikaffe können auf deren Seite gesehen werden.
Jedenfalls habe ich diese abgeändert, folgendes kam dann raus:

Der Vorteil hierbei ist, kein ATX-Netzteil verwenden zu müssen, das wieder einen großen Lüfter hat. Klar, wirft Abwärme aus dem Gehäuse, aber macht natürlich auch ein bisschen Lärm und nimmt verdammt viel Platz weg. Bei der DC-Version dieses Mainboards kann einfach ein 12 – 19 V DC-Netzteil angeschlossen werden, hatte ich noch eins herumliegen. Liegt extern, also keinen Platzverbrauch im Gehäuse. Zwei kleine Kabel gehen vom Mainboard weg zu den Festplatten, je Kabel zwei SATA-Stromstecker. Für 4-Pin Molex bräuchte man einen Adapter. Anfangs war ich etwas skeptisch, ob das funktioniert, wenn bei Start auch alle 4 Festplatten direkt hochgefahren werden – aber kein Problem. Bis auf die Festplatten ist der Betrieb lautlos.

20150217_185500

Für ein passendes Gehäuse konnte ich mich noch nicht entscheiden, hätte gerne eines mit 4 Hot-Swap-Einschüben vorne, das nicht viel Platz wegnimmt und nicht gleich 200 oder 300 Euro kostet – die eierlegende Wollmilchsau halt.. Momentan nutze ich dafür noch ein altes, ausrangiertes Gehäuse, in dem vorher die Serverhardware verbaut war.

20150217_185837
RAM-Riegel oben, passiver Kühler des Prozessors unten

Das Besondere an diesem Prozessor, der Intel Celeron J1900, ist, dass es eine Quad-Core-CPU mit je 2 GHz ist, die eine maximale Leistungsaufnahme von 10 Watt hat. Äußerst sparsam also. Nachteil dabei ist aber, dass fast alle Boards nur einen SATA-Controller mit 2 Anschlüssen haben. Vorteil bei diesem Board, ASRock hat einen zusätzlichen Controller verbaut, der ebenfalls 2 SATA-Anschlüsse zur Verfügung stellt. Somit lassen sich bis zu 4 Laufwerke anschließen, für eine Home-NAS ideal.

Direkt neben den SATA-Anschlüssen befinden sich die anfangs erwähnten Ausgänge, über die die Laufwerke mit Energie versorgt werden können (SATA_PWR1 und SATA_PWR2 im Bild). An jedem dieser Kabel sind zwei Stromstecker für SATA-Laufwerke, ideal also für die 4 Festplatten.

20150217_185745

20150217_185559

Hinten hat man DVI, HDMI und VGA für Monitore, jeweils ein PS/2-Anschluss für Tastatur und Maus, 2 mal USB 2.0 und 2 mal USB 3.0, 5.1 Sound über Klinke, optisch 7.1 Sound über Toslink und eine Gigabit-LAN Schnittstelle (RJ45) zur Verfügung. Im Bild zu sehen ist ein Corsair Flash Voyager mit 16 GB (USB 2.0), auf dem FreeNAS installiert ist, der andere USB 2.0-Port (weißes Kabel) wird genutzt, einen kleinen Access Point zu betreiben. Ganz oben ist der Eingang für das externe Netzteil zu sehen, in meinem Fall hängt ein altes, herumgelegenes 19 Volt-Netzteil eines alten Laptops dran.

About MrFreakYu

Freak, Nerd und ab und zu bloggt er was. Beruflicher Fachidiot - äh, Fachinformatiker. Die viel coolere Bezeichnung der IHK ist "Computer Science Expert - Subject Area: System Integration". Tätig als Netzwerk- und Systemadministrator hat er viel zu wenig Zeit zum Bloggen.
Facebooktwittergoogle_plusmail

Schreibe einen Kommentar