Rant: An der Kasse im Supermarkt

Bild einer alten Kasse

Bei jedem Gang in den Supermarkt muss ich mich – zumindest innerlich – tierisch aufregen, wenn ich dann endlich an der Kasse stehe. Dabei könnte das so angenehm und freundlich sein, wären da nicht die anderen Menschen, die ebenfalls einkaufen sind. Hier nur einigermaßen kurz die Erlebnisse, die mich zur Weißglut treiben.

Vorlassen? Nie im Leben!

Man stellt sich an der Kasse an und hat nur ein bis zwei Hände an Waren dabei. Beispielsweise in der Mittagspause, wenn man sich nur kurz etwas zu essen kaufen möchte. Diejenige, die vor einem an der Kasse steht, macht gerade entweder den Wocheneinkauf oder muss wohl eine Fußballmannschaft versorgen und hat den kompletten Einkaufswagen voll. Die Sachen daraus werden einzeln, ganz langsam und gemütlich auf das Band gelegt – zwischendurch besteht Blickkontakt. Ja, man könnte durchaus fragen, ob man vor darf – aber ich möchte auch nicht ungeduldig wirken.
Wenn ich weiß, dass ich länger brauche und sehe, dass hinter mir jemand steht, der nicht viel dabei hat, dann lasse ich diese Person gerne vor und biete das auch an. Warum ist das nicht selbstverständlich?

Bezahlen? Ich muss das Kleingeld suchen!

Endlich fast ganz vorne und eh schon genervt, weil die Person vorher wohl gerade den oben erwähnten Wocheneinkauf macht und was kommt dann? „112,58 bitte“, sagt die Kassiererin. Erst dann kommt die Einkäuferin auf die Idee „Oh, ich sollte mal meinen Geldbeutel suchen!“. Ist der Geldbeutel gefunden, geht es weiter. Die Suche nach dem Geld. Erst die Scheine, dann die Münzen. Zwischendurch wird dreimal nachgefragt, wie hoch der Betrag denn nochmal war und nach schier endlosem Klimpern des Kleingeldes, um eventuell passend zahlen zu können, stellt man fest, dass das doch nicht funktioniert und es folgt ein weiterer Schein. Oder dann doch die Karte.
Leute, ist es so schwierig, den Geldbeutel schon bereit zu halten, während die letzten Waren über die Kasse geschoben werden? Ist es denn wirklich notwendig, gefühlt stundenlang im Kleingeldfach zu kramen um dann doch nicht das passende zu finden? Wenn man schon merkt, dass man nicht genug Geld dabei hat, kann man nicht direkt die Karte zücken? Ich verstehe das nicht. Vielleicht ist das aber auch dem geschuldet, dass ich fast nur noch mit Karte zahle und mir über das Bargeld in dem Fall keine Gedanken mehr mache.

Das Band gehört mir allein!

An der Kasse angekommen, möchte man seinen Einkauf natürlich auf das Förderband legen. Dumm nur, wenn die Leute vor einem, deren Waren schon fast ganz vorne sind, ihren dämlichen Einkaufswagen so dumm hinstellen, dass man keine Chance mehr hat, an das Band zu kommen! Geh doch verdammt nochmal weiter und nimm auch deinen Wagen mit – der Mensch vor dir beißt dich bestimmt nicht! Oder, wenn doch nicht genug Platz sein sollte, nach vorne zu gehen, dann stell dich und deinen Wagen bitte so hin, dass ich trotzdem noch an das Band kann!
Ich für meinen Fall entferne mich und meinen Wagen einfach soweit es geht vom Band (seitlich natürlich), so kann jeder hinter mir ganz einfach an das Band ran und weitermachen.

Mein Einkauf darf den der anderen nicht berühren!

Wieder am Band. Kein Wagen oder Mensch im Weg, man kommt überall hin. Was machen die anderen? Lassen mindestens einen halben Meter Sicherheitsabstand mit ihrem Einkauf! Wo ist denn das Problem? Einfach einen Warentrenner reinlegen und weiter gehts. So ist es mir schon passiert, dass 2 (!) Leute vor mir an der Kasse, mit jeweils maximal 10 zu kaufenden Gegenständen das ganze beschissene Band belegt haben. Ich verstehe das nicht…

Flaschen hinstellen oder hinlegen?

Dieses ominöse Band, das die Waren bis nach vorne befördern, muss sich hierzu bewegen. Das sind leider keine sachten Bewegungen, die sind doch eher ruckartig. Somit ist es doch logisch, dass einzelne Flaschen nicht unbedingt stehenbleiben. Oder? Weit gefehlt! Ich sehe fast jedes mal beim Einkaufen Leute, die ihre tollen Glasflaschen auf das Band stellen. Ich meine, das ist mir auch schon passiert. Und zwar genau ein mal. Daraus habe ich gelernt. Aber vielleicht gehen die anderen auch alle zum ersten mal einkaufen?
Die Leute, die schon kapiert haben, dass Flaschen dort nicht so stabil stehen legen die Flaschen aber senkrecht zum Bandrand hin. Gut, wenigstens fallen sie nicht um – aber was passiert nun? Natürlich, durch die Bewegungen rollen die Flaschen hin und her und hin und her und hin und her… Oh man. Es ist schon richtig kompliziert, Flaschen parallel hinzulegen, oder?

About MrFreakYu

Freak, Nerd und ab und zu bloggt er was. Beruflicher Fachidiot - äh, Fachinformatiker. Die viel coolere Bezeichnung der IHK ist "Computer Science Expert - Subject Area: System Integration". Tätig als Netzwerk- und Systemadministrator hat er viel zu wenig Zeit zum Bloggen.

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